Silicon Saxony wächst dank regionaler Kompetenz weiter

Die Neuansiedlung von Bosch in Dresden ist eine gute Nachricht für die Menschen in der Region, entstehen dabei doch voraussichtlich rund 700 neue Arbeitsplätze. Die besonders gute Nachricht ist dabei, dass es sich vorrangig um gut bezahlte Jobs im Hightech-Bereich handeln dürfte – nicht selbstverständlich in einem Land, das bundesweit den höchsten Anteil von Menschen hat die gerade einmal mit Mindestlohn auskommen müssen, wo es für nicht wenige Alltag ist, trotz Vollzeitbeschäftigung noch Hartz-IV-Aufstocker zu sein.

Zu den Gründen für die angekündigte Großinvestition in der sächsischen Landeshauptstadt zählen nach Auskunft von Bosch nicht nur gewährte Fördergelder des Bundes, die bis zu einem Drittel der Investitionssumme ausmachen können. Sondern Gründe für den Standort Dresden sind nach Aussage des Unternehmens vor allem die Nähe zu Forschungseinrichtungen und die langjährigen, über Jahrzehnte gewachsene Erfahrungen der Region im Halbleiter- und Mikroelektronik-Bereich.

Unter dem Titel Silicon Saxony ist es gelungen, aus dem Umfeld des früher in Dresden ansässigen Stammwerkes des Robotron-Kombinates eine regionale Kompetenz zu bewahren und weiter zu entwickeln, die europaweit führend ist. Neben Infineon, Globalfoundries und über 300 kleineren Unternehmen zählt dazu in Zukunft auch Bosch.

Das Engagement von Konzernes, das sich hauptsächlich an Kunden im Bereich Automobilbau wendet, ist ein wichtiger Schritt, die sächsische Automobilindustrie in das Zeitalter der Elektromobilität zu begleiten und so zu helfen, dauerhaft Arbeitsplätze in einem sehr wichtigen Industriezweig des Freistaates zu sichern.