Es gab Post …

… für viele Einwohner des Chemnitzer Heckert-Gebietes. In den letzten Tagen haben wir einen Newsletter des lokalen Ortsverbandes der Chemnitzer Linken verteilt, der sich im Vorfeld des 1. Mai mit vielen aktuellen Problemen befasst.

Die meisten Menschen, auch bei uns im Wohngebiet, wünschen sich Dinge die eigentlich selbstverständlich sein sollten. Neben Gesundheit ist das oft ein sicherer Arbeitsplatz mit Arbeitszeiten, die auch mit Familie und Freizeit vereinbar sind und mit einem gerechten Lohn, von dem man auch anständig leben kann. Für viele ist die Realität jedoch anders. Während die einen in Vollzeit arbeiten und das Geld dennoch kaum bis zum Monatsende reicht, haben andere zwar keine Geldsorgen, aber kommen durch belastenden Arbeitszeiten und permanente Überstunden an ihre Grenzen und werden sogar krank. Wieder andere finden trotz immer wieder beschworenem Aufschwung seit Jahren keine feste dauerhafte Anstellung.

Es muss sich in Deutschland in der Arbeitswelt und in der Rentenpolitik grundlegendes ändern. Mit den CDU-SPD-Regierungen in Sachsen und im Bund ist das nicht zu erwarte. Stattdessen versucht sich der Innenminister Seehofer mit einer möglichst harten Politik gegen Flüchtlinge zu profilieren und generiert sich als die bessere AfD. Solange wie man andere Sündenböcke findet, muss man an den wahren Ursachen für die Probleme nichts ändern. So agiert auch die AfD, die immer wieder mit Gerüchten und Halbwahrheiten Stimmung macht und Hass in die Gesellschaft trägt, in vielen Parlamenten in denen sie sitzt aber konkrete Anträge zur Verbesserung der sozialen Lage der Bevölkerung regelmäßig ablehnt und stattdessen steuerliche Entlastung für Besserverdiener fordert. Wer jedoch nicht den Mut hat, sich mit den Mächtigen anzulegen, der braucht auch nicht von sozialer Gerechtigkeit zu reden. Die reichsten zehn Prozent besitzen mehr als die Hälfte des gesellschaftlichen Reichtums, die untere Hälfte gerade mal ein Prozent. Das ist die Ursache für die meisten Probleme in unserem Land.

Für viele scheinen Karl Marx, der in diesen Tagen 200 Jahre wird, und der 1. Mai in die Vergangenheit zu gehören. Dabei ist beides aktueller denn je. Themen wie die Rechte von Beschäftigten, Solidarität und Gerechtigkeit oder eine bunte lebenswerte Gesellschaft sind nicht altmodisch. Gehen sie ruhig hin dieses Jahr: zur Kundgebung am 1. Mai auf dem Neumarkt, genauso wie zu den Veranstaltungen Anfang Mai zum Marx-Geburtstag.

Die Worte von Marx wirken manchmal etwas kompliziert oder altertümlich. Inhaltlich ist es anders. Er hat es schon damals beschrieben: eine wachsende Ungleichheit mit Ausbeutung auf der einen Seite und Konzentration der Gewinne bei einigen Reichen. Den stetigen Effizienzdruck auf alle Beschäftigten, wo aussortiert wird wer nicht mehr mithalten kann und ein permanenter Lohndruck auf die einfachen Arbeiter durch die Globalisierung.

All das sind auch Dinge die uns hier als Linke im Heckert-Gebiet bewegt. Uns gibt es nicht nur in der „großen Politik“, sondern auch als Nachbarn und Bewohner hier im Wohngebiet. Wir streiten über den Kapitalismus und seine Folgen, die Ursachen von Kriegen Flucht und Vertreibung genauso, wie wir uns für die Sanierung unserer Schulen oder die Reparatur von Bushäuschen hier vor Ort einsetzen. Oft beginnen Veränderungen schon im Kleinen.

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