Hoch über den Wolken…

… geht zumindest von Dresden aus momentan nach der Pleite der Fluggesellschaft Germania nicht viel. Das hat zwar nicht unmittelbar etwas mit der sächsischen Landespolitik zu tun, wirft aber dennoch ein Schlaglicht auf die Versäumnisse der Vergangenheit.

Mit der Germania-Pleite fallen jetzt viele Auslandsverbindungen weg, die vor allem im geltenden Winterflugplan von Urlauberinnen und Urlaubern nachgefragt worden sind. Das vermasselt nicht nur vielen den wohlverdienten Urlaub, es stellt auch ein wirtschaftliches Risiko dar und dürfte sich insgesamt auf die Attraktivität des Standortes auswirken.

Bei aller strategischer Bedeutung, welche die Staatsregierung und die Koalitionsfraktionen immer wieder betonen wenn es um die beiden sächsischen Flughäfen geht, so galt schon vor dem Wegfall der Germania-Verbindungen, dass der Flughafen Dresden längst ein Zuschussgeschäft ist. Der Freistaat Sachsen ist über die Mitteldeutsche Flughafen AG fast alleiniger Eigentümer. Insofern ist der Flughafen bereits seit seiner Errichtung defacto steuerfinanziert. Und auch wenn das Geschäft nicht mehr läuft gilt dadurch: in letzter Konsequenz springt der Staat ein. Von daher ist die Staatsregierung in der Verantwortung, zu prüfen, auf welche Geschäftsfelder künftig in welcher Form gesetzt werden sollte.

Mit der Germania-Pleite rächt sich aber auch, dass CDU und SPD sämtliche Debatten über die Beteiligungen des Freistaates und deren strategische Ausrichtung im Landtag grundsätzlich und mit den fadenscheinigsten Ausreden blockieren. Das gilt für alle öffentlichen Beteiligungen, nicht nur für die Flughäfen. Erinnert sei hier nur an die Probleme der Porzellan Manufaktur Meißen, der Landesbank oder der sächsischen Elbhäfen, die inzwischen mehr Güter auf dem LKW abfertigen als auf dem Schiff!

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