Ahnungslos durch’s Internet…

Ich habe bei der Staatsregierung nachgefragt wie sie die Bedrohungslage von sächsischen Unternehmen und Arbeitsplätzen durch gezieltes Einspielen von Schadsoftware, versuchte Daten- und Prozessmanipulationen, Einbrüche in die Daten-Infrastruktur oder sonstige IT-relevante Attacken einschätzt.

Die Antwort ist mehr als ernüchternd. Im Kern sagt die Staatsregierung, dass sie dazu nichts sagt, weil es sie im Grunde auch nichts angeht und ihr offenkundig auch irgendwie egal ist. Es gibt nicht einmal eine Kriminalstatistik zum Problem. Das dann zum Täterkreis augenscheinlich auch nur wage Vorstellungen vorliegen überrascht dann nicht mehr wirklich.

Peinlich wird das alles, wenn man auf der anderen Seite sogar eine Digitalisierungsstrategie hat für die man sich permanent feiert und bei jeder Gelegenheit das Ziel ausgibt bei der Digitalisierung der Wirtschaft, bei Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge ganz vorn mitmischen zu wollen. In der Praxis steht man jedoch offenkundig so plan- und ahnungslos da, dass man Auskünfte zur Situation im Freistaat grundsätzlich vermeiden will.

Da ist es nur ein schwacher Trost, wenn die Staatsregierung wenigstens registriert hat, dass Hackerangriffe auf die eigene Infrastruktur ein zunehmendes Problem sind, man jedoch davon ausgehe, das bisher nichts ernsthaftes passiert sei.

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