Volksantrag im Landtag angekommen!

Im Januar erlebte der Landtag in doppelter Hinsicht eine historische Stunde. Erstens wurde nach fast 20 Jahren wieder ein Volksantrag im Plenum behandelt, nachdem die Unterschriftensammlung erfolgreich war – auch mit kräftiger Mithilfe der Partei DIE LINKE. Zweitens durfte erstmals auch die Vertrauensperson eines Volksantrages im Plenum sprechen.

Die Oberschullehrerin Doreen Taubert stellte in dessen Erster Lesung den Volksantrag „Gemeinschaftsschule in Sachsen – länger gemeinsam lernen“ vor:

„Wir wollen, dass unsere Kinder über Klasse 4 hinaus gemeinsam lernen und eine Entscheidung zum weiteren Schul- und Lebensweg später getroffen werden kann. Wir sind davon überzeugt, so zur Chancengleichheit beizutragen, das soziale Lernen zu fördern und die Gemeinschaft zu stärken“, so Taubert. „Das zeigt, dass es eigentlich um mehr geht als um Bildungspolitik. Schule prägt Gesellschaft“, mahnte sie. „Die Gemeinschaftsschule steht für Ermutigung statt Stress und Abgrenzung, für Gruppenintegration statt Konkurrenzdenken. Im Fokus steht das einzelne Kind. Es geht nicht nur um seine Leistungsmöglichkeiten, sondern auch um kommunikative und soziale Fähigkeiten. Es geht darum, junge Menschen zu gegenseitiger Achtung, zu Teamwork und friedlicher Konfliktlösung zu erziehen. Dieses Ansinnen teilen 50.120 Sächsinnen und Sachsen, die den Volksantrag unterzeichnet haben.“

Der Antrag wird nun im Schulausschuss beraten, voraussichtlich im Juni folgt die Abstimmung im Landtag.

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