Chemnitz hat Kunstfreiheit verteidigt – Antifaschistische Auktion hilft AJZ

Nachdem die Auktionsplattform Ebay die Auktion vorübergehend gestoppt hatte, werden Stücke aus der Ausstellung „Antifa – Mythos und Wahrheit“ des Künstlerkollektivs PENG in den Kunstsammlungen Chemnitz seit gestern Abend nun doch versteigert.

Es war klar, dass gerade diese Ausstellung viele kritische Stimmen auf sich ziehen würde. Denn sie spiegelt eben nicht das Zerrbild der ,organisierten Antifa mit dem Molotowcocktail‘, wie es extrem rechte, zum Teil aber auch konservative Kreise gerne zeichnen. Sie zeigt vielmehr, dass Antifaschismus vielfältig ist und gebraucht wird – zumal auch in Chemnitz politische Kräfte offen den antifaschistischen Grundkonsens des Grundgesetzes bekämpfen. Deshalb ist es richtig, dass die Stadt Chemnitz sich hinter die Ausstellung gestellt und die Kunstfreiheit verteidigt hat. Die Besucherresonanz und das Medienecho zeigen: Chemnitz kann Kulturhauptstadt sein! 

Im Vorfeld gab es große Diskussionen um diese Ausstellung. Zeitweilig stand sogar deren Verlagerung im Raum. Kunst kann, sie soll sogar kritisch diskutiert werden. Daher haben die Künstlerinnen und Künstler alles richtig gemacht, indem sie wichtige Debatten in meiner Heimatstadt und bundesweit angestoßen haben: Was ist Kunst? Was darf Kunst? Was ist Antifaschismus heute? Darf Kunst sich kritisch politisch äußern – und wenn ja, wie? 

Das Sahnehäubchen ist der Umstand, dass der Erlös der Antifaschistischen Auktion dem Alternativen Jugendzentrum Chemnitz zugutekommen soll. So werden Jugendarbeit und Demokratiebildung unmittelbar unterstützt.

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